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SpielWelt - WebBook - Teil 1  Eileb
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Es wird Zeit, diesen Ortzu verlassen und  zu den anderen zurueck zu kehren.
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SpielWelt® ist eine eingetragene Marke.

Er haelt mit seiner Arbeit inne und legt den Schmiedehammer auf die Seite neben seinen Ambos, denn er fuehlt, dass sich gerade ein außergewoehnlicher Moment ereignet. Etwas, auf das er schon sehr lange gewartet hat. Dann sieht er sie. Die Hand, die von der anderen Seite den Fels aus Laisviej beruehrt, sich zaghaft und sanft der alles erfuellenden Waerme hingibt. Er laechelt, weil er es kennt, dieses verzehrende Verlangen nach der allumfassenden Liebe, die dieses vollkommende Gestein aus Licht verstroemt. Seine Schoenheit spiegelt sich in seiner Struktur widern. An manchen Stellen ist es truebe und hat dunkle Einschluesse, fast wie Onyx. An anderen ist es klar und hell und scheint in allen Farben von hellorange bis dunkelrot zu gluehen. Er betrachtet fasziniert den Schatten der Hand, ehe er es wagt, seine eigene raue Hand darauf zu legen, sie zu fuehlen, durch das glatte und samtig weiche Laisviej. Ob das Bewusstsein auf der anderen Seite hinter dem Glas begreift, was seine Seele da erfaehrt? Er weiß es nicht, aber die Vorstellung gefaellt ihm. Die kleinen Verwachsungen, die in dem orangegluehenden Gestein eingeschlossen sind, erzittern leicht im Inneren und wiegen sich sanft im Rhythmus seines Herzens.  Er laesst seine Hand ein paar Herzschlaege auf den Schatten ruhen, ehe er seine Augen schließt und gedanklich eintaucht in das Licht. hinein in die Tiefe der Dimensionen bis auf die andere Seite. Fuer einen Augenblick stolpert sein Herz, als er das Bewusstsein dort drueben erfasst, so ueberwaeltigt ist er. Er nimmt einen besonderen Menschen wahr – hinter der Glasscheibe – und weiß nicht, wie ihm geschieht, waehrend seine Seele diese fremde Welt beruhert. Dann taucht er mit seinem Gesicht hinein in das Gluehen ...
... und hindurch.   Er will ihn sehen, diesen besonderen Menschen auf der anderen Seite, der dort sitzt und sie alle in der SpielWelt beobachtet. Er will fuehlen, ob genug Staerke vorhanden ist, ihre Reise zu ueberstehen. In eine finstere Welt, die nur durch den einen erhellt werden kann. Seine Augen strahlen weiß und intensiv - er hat keine Iris um zu sehen. Er sieht mit dem Licht. Wenige Augenblicke verharrt er, ehe er sich durch das Gestein zurueck zieht. Ein sanftes Fluestern dort drueben hinterlassend.   „Vielleicht ... bist Du dieser eine Mensch…  der uns retten wird?“
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   Der Einsame im Berg, wie in die Bewohner der SpielWelt inzwischen nennen, hatte sich bei der Ernennung von Samrat Tenemore tief in seiner Hoehle im Berg Sama Amon verkrochen und arbeitet seitdem wie versessen an seinem Ambos. Jegliches Zeitgefuehl  beraubt, weiß weder wieviele Djews oder Atnos vergangen sind, noch welches Dheiwos gerade herrscht.     Jeden einzelnen Moment schmiedet er in seiner Hoehle an dem großen Plan, den ausser ihm nur der Meisterarchitekt kennt. Der Einsame im Berg ist einer der wenigen in der SpielWelt, die noch um die Existenz des ersten Architekten wissen. Fuer alle anderen Bewohner ist er selbst ebenso, wie der Erste Große Traeumer, ein Relikt aus einer fremden Zeit, das laengst vergessen ist und in Mythen und Legendas erzaehlt wird. An seinem Ambos formt er hunderte von ovalen Spiegelscherben aus Laisviej – Gezeitenbruchglas, wie das Dunkle Reich die Lichtenergie in der SpielWelt nennt. Kinderfaustgroß sind seine Stuecke fuer eine Rebellion, die noch lange auf sich warten lassen wird. Laisviej, das klarste und gleichzeitig haerteste Material in der ganzen SpielWelt, das sich beim Erhitzen nicht verfluessigt, sondern zu einer zaehen, formbaren Masse aus Licht wird. Es strahlt heller, als ein Stern am Firmament und durchzieht alles aehnlich einem Pilzgeflecht. Nur der Einsame kennt es und ist in der Lage, die Brocken, die er aus den Adern heraus stemmt, mit seinem Hammer und Ambos in gluehender Hitze zu bearbeiten und nach seinem Willen zu formen. Denn er ist ein Inghros, dessen mentale Faehigkeit das Beherrschen von Laisviej ist.    Ihm bleibt fuer seine Arbeit nicht mehr viel Zeit. Er wird nach dem Eintreffen der nahenden Finsternis alle Haende voll zu tun haben, die Welt mit dem letzten bisschen Licht und Hoffnung am Leben zu erhalten, das danach noch vorhanden sein wird. Er ist der Einzige in der SpielWelt, der Laisviej beherrscht und es zum Strahlen bringt. Der Einzige, der es versteht und dem das Licht noch vertraut. Samrat Tenemor laesst alles Laisviej abbauen und bringt Finsternis und Kaelte ueber das Land. Die Kinder der Ato, Rebellen und Feinde des Dunklen Reiches, muessen in den Mienen hoch oben im Norden im hart arbeiten und alles Licht abbauen, dass sie in den heißen und engen Stollen finden koennen. Der Mama Argus Vid, ein vulkanartiger Berg im Alasmassiv, dessen Glut laengst erloschen ist und das groeßte Vorkommen an Laisviej beherbergt. Alles fuer die Gier des dunklen Reiches. In der SpielWelt heißt der Berg Ewiger Tod, denn niemals kam ein Leben von dort zurueck.    Der Einsame haelt einen Moment in seiner Arbeit inne und schaut sich in seiner Hoehle um. Was er jedoch zu sehen vermag, kann kein Bewohner der SpielWelt ermessen, denn fuer die Welt da draußen ist er mit seinen weißen Augen blind. Seine Augen sind klares reines Glas, das aus dem Inneren strahlt. Eine Iris ist nicht erkennbar, genauso wenig eine Pupille. Stattdessen zwei Lichter, die ihn fremd und unheimlich wirken lassen. Es ermoeglicht ihm nach wie vor, die Welt auf irgend eine Weise wahr zu nehmen, wie ein Beobachter an seinen sicheren Bewegungen vermuten mag. Was genau er sieht, weiß niemand.     Er lebt fuer das Glas und kennt selbst das letzte Geheimnis dieses kostbaren Materials. Es zeigt die Welt, wie sie wirklich ist in all ihrem Licht und ihren Farben. Es zeigt, was fuer ein gutmuetiger Kern in einem Monster steckt und was fuer ein Schurke in einem Helden. Das Gezeitenbruchglas offenbart das Innerste und das ist es, was die Welt daran fuerchtet. Seine Macht geht tief in die Seele und das macht sich der Einsame zu nutzte, wenn er die SpielWelt betrachtet. Es kursieren Geruechte, dass er sich seine Augen ausgerissen und durch das Laisviej ersetzt hat. Andere behaupten, dass sie in den vielen Atnos in der strahlenden Hoehle zu Glas erstarrt sind. Einzig er allein kennt die Wahrheit.
   Seine Hoehle besteht fast vollstaendig aus dem kostbaren Laisviej das hell strahlt, immerzu, ohne jemals zu erloeschen. Menschliche Augen waeren in dem gleissenden Strahlen laengst erblindet. Tropfsteinartige Stalagmiten und Stalaktiten trennen verschiedene Bereiche und Nischen voneinander ab und ermoeglichen ihm unterschiedliche ein behagliches ZuHause. Die groeßte ist seine Werkstatt. Sein massiver Ambos, der aus dem Boden empor ragt und unter dem sich die groesste Ader des Lichtglases befindet ist das Zentrum seiner Behausung. Die Hitze ist hier unertraeglich und wuerde jeden anderen sofort verbrennen. Ihm macht es nicht das geringste aus, was er seinem Lijwhan zu verdanken hat – seinem Lebenslicht. Wie zwei ausgebreitet Fluegel ragt es aus seinen Schultern empor und huellt ihn fast ein. Sein nackter Oberkoerper glaenzt nass vom Schweiß, an seinen Armen treten Adern wie dicke Straenge hervor. Wieder und wieder holt er zum Schlag aus und formt das Laisviej mit einer ruhigen Praezession, vollkommen im Augenblick versunken.    Im normalen Zustand ist es kalt und strahlt als weißliches Licht. Hitze entwickelt es durch die Schmiedearbeit, die es in Schwingung versetzt. Das haerteste Material kann nur durch sich selbst geformt werden, weswegen Ambos und Hammer des Einsamen auch aus Laisviej geformt sind. Sein Gesicht ist der letzten Spiegelscherbe darauf zugewandt, die er fuer sein Ziel benoetigt. Sie strahlt hell und intensiv, als ob sie das Ende seiner Tortur in diesem Berg feiern will. Er holt weit aus, schlaegt mit seinem Hammer zum letzten Mal auf die Kante des Glases und glaettet die letzte feine Unebenheit. Dann legt er seinen Hammer neben den Ambos und greift sich eine Zange, um die Scherbe in eine Oeffnung im Boden links von ihm zu tauchen. Es zischt und brodelt eine Weile in dem Wasserloch, als er das strahlende Glas hinein haelt. Erst, als die Oberflaeche zur Ruhe kommt, hebt er die Scherbe heraus und betrachtet sie. Das Glas ist jetzt kristallklar und strahlt in reinem weiß. Er wendet es mit einem sanften Blick, ehe es auf seinen Befehl hin erloescht, genauso, wie alle anderen Scherben, die er geschmiedet und in der ganzen Hoehle verteilt hat. Sie alle haben aufgehoert zu singen, wie er es nennt, wenn das Licht geht. Es wird eine sehr lange Zeit dauern, bis er sie erneut darum bitte, zu singen und der Welt die Wahrheit zu spiegeln. Wenn sie den einen gefunden haben und er bereit dazu ist.    Der Einsame betrachtete mit seinen blinden Augen die letzte Scherbe von allen Seiten und befuehlt sie genau, ehe er sie zu den anderen bringt, in den hinteren Teil der Hoehle. Tausende dieser Stuecke ruhen hier verstummt, bis er sie eines Tages brauchen wird. Er betrachtet sein Werk mit seinen Lichtaugen und dankt dem Glas. Er geht zurueck zu seinem geliebten Ambos und streich sanft und benahe zaertlich ueber die glatte Oberflaeche, ehe er auch diesem Laisviej dankt. Mit einem entschlossenen Blick nimmt er den Hammer, holt weit aus und zerschlaegt mit einem einzigen wuchtigen Schlag den Ambos, der in Tausend Teile zerspringt. Er steht einen Moment andaechtig da, fluestert stumme Worte und laesst den Hammer auf den Boden fallen. Einen Moment geschieht nichts, dann beginnen alle Teile des zerstoerten Ambos zu strahlen und die ganze Hoehle erneut zu erhellen, ehe sie im Boden versinken und zu den Lichtadern das Laisviej zurueckkehren. Das letzte Stueck, das im Boden versinkt ist der Griff des Hammers, den er so lange gehalten hat. Auch er hat seinen Zweck erfuellt und wird nicht mehr gebraucht. Der Einsame spricht erneut stumme Worte und verschließt die Adern, damit niemand, der diese Hoehle jemals findet erkennt, was sich hier befindet. Es wird Zeit. Er eilt durch sein Hoehlenlabyrinth zu einem kuehleren Bereich, seine Wohnhoehle.    Ploetzlich laesst eine Erschuetterung den ganzen Berg erzittern. Alles um ihn herum wankt und bebt fuer wenige Kajims, nur er selbst steht fest wie ein Fels in einem Durchgang, die Haende an den kuehlen, rauhen Stein, und fuehlt in das Beben hinein. Sorgenvoll kneift er seine Augen zusammen, sieht grausame Bilder in seinem Geist. Ihm bleibt nicht mehr viel Zeit.
    Schnellen und zielstrebigen Schrittes eilt er durch ein schier endloses Labyrinth aus Gaengen, Stalakniten und verwinkelten alten Tunneln. Bis er zu einer Sackgasse gelangt, an der es scheinbar nicht weiter geht. Die Waende sehen hier nicht mehr wie Laisviej aus, sondern wie ganz normaler Fels. Gestein in seiner rauen Urform, seit Anbeginn der Zeit vom Leben geformt und gepraegt. Unwissende sehen hier nichts, was auf diesen besonderen Ort hindeutet. Er bleibt einen Moment vor der Felswand stehen, befuehlt sie mit seiner rechten Hand und lauscht  in sich hinein. Dann neigt er seinen Kopf zaghaft durch die Wand, die sich als getarntes Glas entpuppt, und schaut hinaus in die SpielWelt.     Er blinzelt ein paar Mal, um zu erkennen, wo am Sama Amon er sich befindet und erschrickt. Die SpielWelt hier draußen, besonders die Solar ist deutlich dunkler, als er sie in Erinnerung hat. Er entsinnt sich noch an eine strahlende Solar, dort oben am Kemelom, dem Himmelsfirmament der SpielWelt. Aber dieses glimmende Ding dort ueber ihm glueht zwar noch kraeftig, ist jedoch deutlich von sichtbaren Rissen durchzogen und nicht mehr in der Lage, die SpielWelt zu erhellen. Bald wuerde die tiefschwarze Dunkelheit herrschen. Er zieht den Kopf zurueck und wendet sich ein letztes Mal zu dem Hoehlenlabyrinth um, das ihm viele Atnons Heim und Heimat war, ehe er vollends hinaus tritt in die Welt und ihre Gefahren.  Vorsichtig blickt er sich nach allen Seiten um, lauscht in sich hinein. Erst, als alles ruhig wirkt, macht er eine drehende Bewegung mit seiner rechten Hand in der Luft, um die Oeffnung zur Hoehle bis zu seiner Wiederkehr zu versiegeln. Niemand soll jemals seine Welt im Berg und die Spiegelscherben finden. Und wenn, wuerde dieser einen Haufen wertloses und totes Glas entdecken. Der Einsame vom Berg zieht die Kapuze seines Umhanges ueber den Kopf und marschiert los, hinab ins Tal. Er wird fortan seinen wahren Namen tragen – EILEB.    Der Sama Amon ist der hoechste Berg im Alasmassiv, der Gebirgskette die das Festland entlang der Nordostkueste eingrenzt. Wie ein Herrscher thront er ueber alles Leben, unbezwungen und gefuerchtet, selbst vom Dunklen Reich. Sein Weg fuehrt Eileb hinab durch die Schluchten des Sama Amon in die Hochebene des dunklen Reiches. Er ist noch nicht sehr weit gewandert, seit er seine Hoehle verlassen hat, als er ein paar Arachniden durch die Schwingung im Boden spuehren kann und sich in dem versteckten Plateau zusammenkauert, um nicht entdeckt zu werden. Er weiß nicht genau, wie lang er hier bereits ausharrt, alles ist besser als den Arachniden in die Haende zu laufen. Fuer die Armee des Samrat Tenemore, die unbemerkt eine Festung im Verborgenen weiter oben auf dem Sama Amon errichtet hat, ist er ein sehr wichtiger und vor allem wertvoller Gefangener. Der wichtigste Inghros der ganzen SpielWelt, da er der einzige ist, der  noch das Laisviej beherrscht. Samrat Tenemore hat bei seiner Ernennung nach einem Inghros mit Eilebs Macht gelauert, den er besitzen will. Einen der ihm so viel Licht herstellt, wie er haben kann, um noch reicher und machtgieriger zu werden. Viele Inghros hat er bereits verhaftet und vor die grausame Wahl gestellt, ihm bis zum Tod zu dienen oder ewig in Nemundur, dem Gefaenignisstaat in der alten Welt, elendig zu verenden. Die meisten Inghros waehlten Tenemores Knechtschaft,  wenige verweigerten sich ihm und fristen ein sterbendes Dasein dort unten, wo der Tod am Ende die Erloesung bedeutet. Eileb ist einer der wenigen freien Inghros in der SpielWelt, die sich Samrat Tenemore entziehen konnte, als er in den Berg fluechtete – noch.    Er lauscht seit einer Ewigkeit in seine Umgehung hinaus. Seit langem ist es ruhig. Langsam erhebt er sich und streckt seine steifen Glieder, als er mitten in der Bewegung erstarrt. Am vergluehenden Himmelsfirmament nimmt er einen hellgelben Lichtstreifen wahr, eine Sternfahne. Jeder Bewohner der SpielWelt weiß, was das bedeutet - ein boeses Omen. Eileb schwankt einen Moment, aus seinem Gesicht ist alle Farbe gewichen. Es ist viel schrecklicher hier draußen, als er auch nur ahnt. Dieser Lichtstreifen ist der Anfang vom Ende und bringt die totale Finsternis ueber alles Leben herein, die tiefschwarze Dunkelheit. Eileb eilt weiter auf einen vorstehenden Felsvorsprung und beobachtet den leuchtenden, rauchigen Streifen am Kemelom, um zu sehen, wo das Boese in der SpielWelt einschlagen wird. Der Lichtschein beschreibt einen weiten Bogen, vorbei an den freien Inseln im westlichen Weltenmeer und weiter hinab in den Sueden, in IHR Reich. Eileb fixiert die Stelle konzentriert, wo es mit Lichtblitzen wie eine Bombe einschlaegt. Im Reich von Phagenia.     „Großer Traeumer, warum hast Du uns verlassen?“ fluestert er mit geschlossenen, traenennassen Augen und ist der Verzweiflung nahe. Die stetig groeßer werdende Last auf seinen Schultern droht ihn schier zu erdruecken, so groß ist die Hoffnung, die er von nun an allein tragen muss. Viele Kajim`s lang, verharrt Eileb in seiner Ohnmacht ueber sein Schicksal. Er lauscht, wenn er Arachniden oder Feinde vermutet, ansonsten verhaelt er sich ruhig, versucht sich zu sammeln und wartet auf die ankommende Dunkelheit. Zunaechst nimmt er nichts wahr, außer seiner Angst und sein rasendes Herz, das gegen seine Brust haemmert. Dann spuert er sie, die Druckwelle, die dem Boesen folgt und sich in der ganzen SpielWelt ausbreitet. Erst zaghaft, dann intensiver beginnt der Felsboden zu beben, auf dem er kauert. Eileb muss sich an einem vorstehenden Felsen festhalten, um nicht in die Tiefe gerissen zu werden. In der Ferne hoert er ein drohendes Donnergrollen, das sich rasch naehert. Als er sich hektisch umdreht, sieht er eine Lawine aus Geroell und Schutt auf sich zu rollen. Eileb reagiert mehr instinktiv und eilt zur Felswand zurueck, weg von der Kante, um sich dort erneut zusammen zu kauern. Er macht sich so klein wie moeglich an dem Felsen und wartet, bis die Druckwelle vorbei ist und Stille einkehrt.     Vorsichtig steht er auf und schaut sich um. Ueberall auf dem Plateau liegen Truemmer und Schutt verteilt, die sein sicheres Ende gewesen waeren. Er wird jetzt aeusserst vorsichtig sein muessen, weiter den Berg hinab zu gelangen. Eileb hebt den Kopf und blickt zur Solar hinauf. Was er dort oben am Kemelom sieht, laesst ihn erneut in sich zusammensacken. War die Solar bisher noch eine gluehende Kugel mit Rissen, ist deutlich noch schwaecher geworden und mit ihr das gesamte Licht in der SpielWelt. Die Sonne dort oben hat begonnen zu erstarren. Nur noch wenige Lichtadern dringen durch die stellenweise dunkle Kugel hinaus und tauche alles in eine ewige Daemerung. Es ist die ewige Finsternis hereingebrochen und alles Leben wird fortan im Zwielicht der Dunkelheit existieren muessen, verfolgt von gespenstischen Schattenwesen. Der Einzige, dem das nichts anhaben kann, ist Eileb. Er sieht die Welt trotz der Dunkelheit in strahlenden Licht aller Semuas und jetzt ist es an ihm, das Licht in der Welt zu sein. Eileb geht vorsichtig ein paar Schritte weiter bergab und waere fast gestuerzt, haette er sich nicht an einem vertrockneten Feigenbaum abgestuetzt.
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   In seinem Wohnbereich geht er in den klaren See hinein und waescht sich gruendlich den Schweiß ab. Feine kleine Lichter tanzen in der Tiefe des Sees und lassen ihn in einem rosafarbenen Schimmer leuchten. Dunkle Schatten tauchen dazwischen auf und bewegen sich ruckartig hinter den Lichtern her. Das Leben erstrahlt im Sama Amon noch in der Farbe der Bergseele. Genauso wie die des Einsamen, dessen Lebenslicht jetzt in Form von zwei Fluegeln sanft auf seinen Schultern ruht und hellgelb schimmert wie Sternenstaub. Er geht die Steinstufen hinauf zu seiner Schlafstaette aus Moos, um sich frische Kleider zu holen, da erblickt er sich selbst in der mannhohen Spiegelscherbe aus Laisviej. Nachdenklich verweilt er einen Moment davor und betrachtete sich. Das Spiegelbild, in das er blickt, ist das eines jungen und schwer gezeichneten Mannes. Der Vollbart, die halblangen Haaren und das ausgezehrte Gesicht lassen ihn hager und aelter wirken. Die Arbeit ueber die vielen Atnos hinaus an seinem Ambos hatte seinen Koerper gestaehlt und seine besondere Faehigkeit viele Narben in seinem Semua und an seiner Erscheinung hinterlassen. Sein ganzer Koerper ist von Narben und Striemen uebersaet, an manchen Stellen traegt er unschoene Verwachsungen, die entstehen, wenn Haut vom Fleisch gerissen wurde.     Er ist ein sehr sehniger Mann, feine Muskeln zeichnen sich auf dem schlanken Koerper ab, gleichzeitig wirkt er auch sehr gebeugt und scheint eine schwere Last zu tragen. Seufzend betrachtet er sein Spiegelbild und zieht frische Kleider an. Ein einfaches langes Gewand aus einem derben braunen Leinengewebe, einen langen Schal und Sandalen. Er setzt sich auf das Moos, auf dem er nachts schlaeft und nimmt eine scharfe Scherbe Laisviej in die Hand. Er stutzt sich den Bart zurecht und kuerzt seine Haare auf Schulterlaenge. Dann sieht er erneut Bilder in seinem Geist und sackt zusammen. Seine Haende fallen kraftlos seitlich hinab, die Scherbe entgleitet ihm und hinterlaesst ein klirrendes Geraeusch auf dem Steinboden. Er traegt eine schwere Last in sich mit seinen Faehigkeiten und hadert mit seinem Schicksal. Er schnauft schwer und laesst seinen Kopf noch weiter sinken, fuehlt sich hilflos im Angesicht dessen, was er bewaeltigen soll.  Ein Lichtstrahl kitzelt ihm im Gesicht und umspielt seine Mundwinkel. Es tanzt vor ihm und versucht ihn zu locken, ins Licht zurueck zu rufen. Die Quelle dieses Lichttanzes ist weiter hinten in seiner Hoehle zu finden und nutzt die Scherbe am Boden, um ihn zu erreichen. Heller und heller beginnt es zu leuchten, waehrend feine Lichter an den Felswaenden tanzen. Schwerfaellig kaempft er sich auf und wankt in den hinteren Bereich dem Licht entgegen. Es kostet ihm viel Kraft und ist notwendig, denn je mehr er sich der Quelle naehert, umso aufrechter und strahlender wird er selbst, bis er regelrecht mit dem Licht verschmilzt und mit ihm tanzt. Inmitten all der Helligkeit steht ein Klavierfluegel aus Laisviej, sein Selbstausdruck an Liebe zu dem Glas und das, was ihm hier in der Einsamkeit Lebenskraft schenkt.     Zaghaft und fast zaertlich beruehrt er die glatte Oberflaeche, die warm und lebendig unter seinen Fingerspitzen pulsiert. Er zoegert keinen Augenblick lang, setzt sich und beginnt zu spielen. Er spielt wie nie zuvor aus seinem Herzen, denn es ist fuer eine lange Zeit das letzte Mal, dass seine Musik in diesem kostbaren Instrument pulsiert.
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Als er sein Stueck beendet hat, wird die Hoehle schlagartig stockdunkel. Alles Licht erlischt und lauert fortan im Verborgenen auf seine Rueckkehr. Er steht ohne zu zoegern auf um sein weniges Hab und Gut in einen Beutel zu packen. Er nimmt seinen Umhang, wickelt sich seinen Schal um den Hals und haengt sich den Beutel um. Dann geht er ohne sich ein weiteres Mal umzublicken hinein in das Hoehlenlabyrinth des Sama Amon, das ihn in die SpielWelt fuehrt. Er weiß nicht, ob er jemals an diesen Ort seiner Heimat zurueck kehren wird.
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„Ei, ei, ei, was eilt vorbei?  Der Blinde kommt aus dem Berg gekrochen,  als haette er hier draußen etwas gerochen.“         Die Stimme klingt kraetzig und quietschig. Verschlagenheit und Hinterlist schwingen mit. Eileb schließt seine Augen. Ausgerechnet ER. Der Inghros streckt sich in eine aufrechte Position, bricht einen dickeren Ast des trockenen Feigenbaumes ab und wendet sich majestaetisch und erhaben dem Ankoemmling zu, der von seinem Ast wenig beeindruckt ist.     „Der Dealer der Gefaelligkeiten.“ Eilebs Stimme ist die reinste, klarste und sanfteste Stimme, die je in der SpielWelt erklungen ist. Erst jetzt, beim Klang seiner eigenen Stimme merkt er, wie schmerzlich er sie vermisst hat, all die Atnos lang in der Einsamkeit im Berg. Er merkt, wie sehr er es vermisst hat, sie anderen zu schenken.       „Bist Du zu Frieden mit dem, was Du erreicht hast?“ Eileb laechelt den Dealer an, waehrend seine leuchtenden Augen ganz genau in die tiefen dessen Seele blicken.    „Frieden! Wer will schon Frieden in dieser finsteren Welt,  in der die Solar nicht mal mehr einen Scheisshaufen erhellt.“     Der Dealer der Gefaelligkeiten hebt seinen rechten Fuß vom Boden auf und betrachtet angewidert das braune, matschige etwas an seiner alten Sohle. Er traegt ein zerschlissenes und abgewetztes Clownskostuem. Einst muss es seidig glaenzend gewesen sein, in gestreiften Gold- und Orangetoenen, mit einem weißen weiten Rueschenkragen. Heute ist es alt, rissig und vollkommen verdreckt. Die ehemals weißen Handschuhe sind im Laufe der Zeit vom Schmutz ergraut. Sein Gesicht ist eine verschmierte, bleiche Fratze mit einem blutroten Mund und dunklen Augen. Auf der kahlen Glatze prankt ein kleiner babyfaustgroßer Hut in Form eines toten Froschkadavers mit einer goldenen Krone, der von einem filzigen Rest feuerroten Haarkranzes umgeben ist. Wegen dieser Ironie seines schaebigen Aeußeren zur winzig kleinen Prinzenkrone wird er auch der Froschkoenig genannt. Sein Lijwhan ist ein eisiger Fingerabdruck, der sich stets wie sein kalter Schatten verhaelt. Dieser Zwerg  ist das gefaehrlichste Wesen in der gesamten SpielWelt, ein zwielichtiger Charakter, der dir niemals, unter keinen Umstaenden einen Gefallen erledigen darf. Es waere jedermanns Verderben. Eileb stuetzt sich auf den abgerissenen Ast ab und betrachtet ruhig den Dealer. Er ist einer der wenigen, der sein Schicksal kennt und ihn niemals um einen Gefallen bitten wird.     „Das Boese ist angekommen. Du hast ihm die Tore geoeffnet und die Finsternis ueber uns herein gebracht“, sagte er sanft und bestimmt zum Dealer. Dieser setzt eine entruestete Miene auf und tut so, als ob er sich auf die Finger beißt.   „Ach und weh! Ach und weh, boese ward ich wie die Idee.  Brachte Verderben und Kummer. Verdammt … es war eine grandiose Nummer!“     Mit den Worten verschwindet er genauso ploetzlich, wie er gekommen ist. Eileb blickt traurig zu der Stelle, wo der Clown eben noch gestanden war, ehe er mit seinem neuen Spazierstock weiter wandert.       Eileb kommt spaerlich vorwaerts. Laufend muss er herab stuerzenden Lawinen und Geroellschutt ausweichen, die sich durch die Schockwelle des einschlagenden Lochstreifens loesen und ihren Weg hinab in das Tal suchen. Zudem ruecken vermehrt Arachniden aus der geheimen Festung weiter oben auf dem Sama Amon aus. So ist Eileb stets gezwungen, sich zu verstecken und Umwege zu suchen, um den Soldaten nicht in die Haende zu fallen. Ein Mal kreuzt er ihren Weg und entgeht der Gefangennahme gerade noch dank seiner Schauspielkunst, sich naiv und blind zu geben. Seine Augen werden zu trueben Glas, das Licht darin erlischt und so halten ihn die Soldaten fuer einen blinden Bettler, verspotten und treten ihn, ehe sie weiter ziehen. Kaum sind sie außer Sichtweite, laesst Eileb seine Augen aus Laisviej erstrahlen.     Mehr Soldaten tauchen auf, bis ihm schließlich nichts anderes uebrig bleibt, als sich erneut in einer dunklen Felsspalte zu verkriechen und zu warten, bis es ruhig wird. Zusammengekauert lauscht er in alle Bewegungen hinein, bis die Ankunft des Boesen vorbei ist und die Arachniden weiter gezogen sind. Eileb ist im Inneren seiner Hoehle sehr sensibel geworden fuer jede Art von Schwingung und Bewegung. Jede kleinste Erschuetterung nimmt er ueber seine Haende und Fueße durch den Fels wahr und kann mit Hilfe der Schwingungen in seinem Geist Formen, Orte und Leben erkennen. Ihm ist es so moeglich, in seinen Gedanken zu rekonstruieren, was alles um ihn herum geschieht. Vor allem, was in der SpielWelt geschehen ist, seitdem das Boese ankam. Der Inghros gibt sich blind, doch in Wahrheit ist er durch diese Faehigkeiten sehender, als alle Bewohner der Spielwelt zusammen.     Er lehnt mit seinem Ruecken an dem kuehlen Fels in der dunklen Spalte, die Fueße uebereinandergeschlagen. Seine Augen sind geschlossen, seine Haende ruhen links und rechts von ihm an den rauen Felswaenden. Er ist vollkommen entspannt und atmet gleichmaeßig meditativ. In seinem Geist lauscht er allen Erschuetterungen und Schwingungen, die er wahr nehmen kann. Zuerst ist es fuehr ihn ein lautes, unruhiges Chaos in seinen Gedanken, dass ihn zu erdruecken droht. Von ueberall her dringen die unterschiedlichsten Schwingungen auf ihn ein, manche ganz leise und weit, weit entfernt. Andere mit einer Wucht und einem Droehnen, dass er das Gefuehl hat, sein Kopf blaeht sich auf und platzt fast. Er stoehnt und presst seine Augen fest zusammen, wartet bis die Schmerzen in seinem Kopf nachlassen. Er muss sich mit aller Kraft gegen die Flut an Einblicken wehren, die ueber ihn herein brechen.     Eileb versucht tief und gleichmaessig weiter zu atmen, in seiner Mitte zu bleiben und nicht in den Klaengen der Welt zu ertrinken. Je mehr er im Geist Ruhe einkehren laesst, umso feiner kann er die Schwingungen im Fels auseinander halten und sich auf Einzelheiten fokussieren. Erst, als er vollkommen entspannt ist, laesst er die Schwingungen erneut zu, einzeln und tastend. Er taucht mit seinem Bewusstsein in den Fels hinein den Schwingungen entgegen, um an ihre Quelle zu gelangen. So verharrt er ein paar Kajim`s, ehe er sich neu orientiert und zuerst der intensivsten Schwingung zum groeßten aller Beben in den Nordosten hinauf folgt. Er durchdringt mit seinen geistigen Augen den Fels, nimmt das kleinste Pulsieren verschiedener Ghalos und Emir wahr, spuert den Druck des gigantischen Alasmassiv und eilt weiter hinauf, bis er in der Canyonregion ankommt.     Eileb zogert einen Moment regungslos und sammelte sich erst, da es sich hier oben im Norden sehr schwer und beengend anfuehlt. Ein Zeichen fuer große Angst und schlimmste Qualen. Dann macht er sich auf das Schlimmste gefasst, ehe er mit seinem Geist hinein geht, in die Hallen von Aknom. Er erhebt sich in die Luft und laesst seinen Geist durch alle Flure, Raeume und Gebueude fließen. Breitet sich und sein Bewusstsein aus, erfuellt alles in ganz Aknom, um zu sehen. Die vielen Eindruecke klaeren sich langsam, je mehr Eileb sein Bewusstsein erweitert. Und dann erkennt er das Grauen, von dem was er da wahr nimmt:   







    Die Architektenstadt Aknom ist gefallen.
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   Eileb schuettelt den Gedanken an Ondit ab und kehrt zu seiner Aufgabe zurueck. Sein geistiger Weg fuehrt ihn dieses Mal in den Nordwesten durch das Alasmassiv nach Akmos, dem steinernen Wald. Auch hier ist die Auswirkung enorm. Erschuetterungen und Schritte zahlreicher Fluechtender, die jetzt heimatlos sind, verbreiten ihre Schwingungen. Ein Laecheln huscht ueber Eilebs Gesicht, als er spuert, dass Ungosina selbst unversehrt geblieben ist. Endlich gibt es zumindest einen Funken Hoffnung fuer die Fluechtenden vor dem Dunklen Reich und die zukuenftige Entwicklung.     Eileb eilt weiter hinaus auf das schwebende Weltenmeer und reißt entsetzt seine Augen auf. Das, was er dort draußen vor seinem geistigen Auge erkennt, laesst ihn erschaudern. Die freien Inseln sind noch weiter auf das Weltenmeer hinaus getrieben, endgueltig abgeschnitten vom Festland. Er ist sich noch nicht sicher, ob das ein Fluch oder Segen sein wird? Immerhin sind die Inseln damit noch weiter entfernt von Tenemores Atem und sie haben noch die Rhawyan und Hanginyu als Transportmittel innerhalb der SpielWelt. Es ist jetzt auch eine eigene Welt beherrscht von Sitwah. Ohne den Einfluss der Ato`s vom Festland, koennte es sehr interessant werden, in ihrem neuem Reich dort draußen. Jedoch ist Eileb aus einem anderen Grund noch viel beunruhigter. Vor seinem geistigen Auge sieht er den Weltenbaum. Der einstige Lebensbaum verbindet die SpielWeltebene mit dem Kemelom am Himmelsfirmament und der alten Welt im Erdinneren. Seine Krone ragt hoch hinauf und seine Wurzeln dringen tief in die alte Welt hinab. Der Weltenbaum ist das Wahrzeichen der ganzen SpielWelt, ein Symbol der Hoffnung und Verbundenheit, auch lange noch nachdem die freien Inseln zum Schutz vor dem Dunklen Reich hinter einem Schleier verborgen wurden und ihn niemand vom Festland aus sehen kann. Am meisten Sorge macht ihm, dass der Weltenbaum begonnen hat, sich aufzuloesen. Weite Teile sind deutlich unsichtbar geworden und niemand am Festland außer Eileb, kann es sehen.     Jetzt ist alles verloren. Die Welt der Architekten in Aknom ist versiegelt und abgeschnitten unter Truemmern und Schutt, die freien Inseln vom Festland getrennt, womit beide Orte fuer Fluechtende und Ato`s nur noch ueber die Transportmittel erreichbar sind – und sie koennen niemals alle retten. Es bleibt noch Ungosina und das wird Tenemore als naechstes versuchen, einzunehmen. Eileb kehrt in seinem Koerper zurueck und schlingt seine Arme um sich, wiegt sich selbst liebevoll hin und her. Er hat mit schlimmen Schaeden nach der Ankunft des Boesen gerechnet, mit der beinahen Vernichtung der Lebenslichter in der SpielWelt nicht. Er kauerte sich tief in dem Felsenspalt zusammen und versucht Ruhe in seinem Geist einkehren zu lassen. Es gelingt ihm kaum, da die schrecklichen Bilder auf ihn eindringen und konzentriert er sich auf den Herzschlag der Welt, das einzige, was ihm Frieden geben kann. Er lauscht dem tiefen, sanften Pulsieren aus der Tiefe der SpielWelt und kommt nach und nach selbst zur Ruhe. Tief saugt er das gleichmaessige, ruhige Schlagen in sich auf, auf das jedes Leben zugreifen koennte. Die meisten unter der Herrschaft des Boesen haben es bereits vergessen. Ihm wird erst jetzt das Viele bewusst, was die SpielWelt vergessen hat in seiner Abwesenheit und wie viel mehr er ihnen zurueck bringen muss.     Ein letztes Mal legt er seine Haende an die Felswaende links und rechts neben sich und folgt den Schwingungen der Welt tief hinab in den Stein. Dieses Mal nicht den Erschuetterungen hinterher, sondern dem Kajim der Welt, dem leisen, sanften und liebevollen Fluestern tief in den Berg hinein. Er weiß, er kann der Welt vertrauen, da sie ihm das Wichtigste offenbahrt. Der Kajim fuehrt Eileb an den vielen Verzweifelten und Sterbenden vorbei, wartet geduldig, wenn Eileb`s Herz inmitten der vielen Schmerzen schwer wird und fuehrt in weiter hinab in die Tiefen. Eileb nimmt hier unten weniger wahr, nur noch die Schwingungen der uralten SpielWelt. In seinem Geist sieht er ein blasses Leuchten in der Ferne. Er kann nicht erkennen, was es ist. Neugierig und vertrauensvoll folgt er weiter dem Licht entgegen. Er ist mit seinem Bewusstsein inzwischen so tief im Berg angekommen, dass er beinahe die alte Welt beruehren kann. Dunkelheit und Schwere herrscht an diesem grausigen Ort, den niemand jemals verlassen kann. Wer dort unten gefangen ist, bleibt dort unten und Eileb muss seine ganze Kraft aufbringen, nicht hinabgezogen zu werden in die vernichtende Finsternis von Nemundur. Einzig das Licht in der Ferne, das er langsam deutlicher und heller erkennen kann, hilft ihm weiter zu gleiten. Die Dunkelheit hier unten ist zu stark, dass sie ihn zurueck zerrt und festhalten will, in der Finsternis. Eisern haellt er sich an dem Licht fest und kaempft sich vorwaerts, naeher und naeher an das Leuchten heran, fast wie ein Ertrinkender, der verzweifelt nach der rettenden Hand greift, die knapp am Rand seiner Reichweite liegt.     Kurz bevor ihn die Kraft verlaesst und er gegen die Finsternis zu verlieren droht, blickt er ein letztes Mal dem Licht entgegen und erkennt, was dort unten in der alten Welt der Grausamkeit schlummert. Sekundenlang haelt er den Blick, um sich das Bild tief in seinem Geist und seinem Herzen einzubrennen, um es fuer alle Zeit zu bewahren, ehe er in seinem Koerper zurueck kehrt. Verschwitzt und voellig außer Atem lehnt Eileb muede an dem kuehlen Fels und haelt seine Augen fest geschlossen. Sein Gesicht ist nass vom Schweiß der Anstrengung, seine Muskeln brennen, als ob er um sein Leben gerannt waere, all das kuemmert ihn nicht. Ein seliges, glueckliches Laecheln umspielte seine Mundwinkel. Denn dort unten in den Tiefen der Angst hat er gesehen, was laengst vergessen und eine Legenda in der SpielWelt ist – Hoffnung.    Eileb hat jegliches Zeitgefuehl verloren. Er weiß nicht, wie lange er in der Felsenspalte ausgeharrt hat. Muede hebt er seinen rechten Arm und beruehrt den rauen Fels mit seiner Hand. Nur noch schwach nimmt er Schritte weiter unten am Berg Sama Amon wahr, viele Herzschlaege entfernt. Langsam und steif richtet er sich auf und goennt sich noch einen Moment mit geschlossenen Augen Ruhe, die Stirn an dem kuehlenden Fels. Mit seinen Haenden tastet er an dem rauen Stein entlang, erfuehlt Unebenheiten, Moos und die Zeit, die den Fels geformt und geschliffen hat. Mit seinen Fueßen spuert er in den Boden unter sich hinein, verwurzelt sich um Stabilitaet zu bekommen nach der schrecklichen Zerstoerungswut, die ueber die SpielWelt gekommen ist. Herzschlaege lang verharrt er, bis Ruhe und Frieden in ihm ist. Er will sich bereits abwenden und weiterziehen, als er mit seiner linken Hand, die noch auf dem Fels ruht, auf ein bekanntes Beben in den Tiefen aufmerksam wird.     Ihm stockt der Atem. Diese Schwingung hat er eine sehr lange Zeit nicht mehr gefuehlt und glaubt sie schon vergessen. Eileb konzentriert sich und fasst geistig den Weg zu diesem Beben auf, folgt ihm zurueck zu seiner Quelle mitten im Berg Sama Amon. Er folgte ihr in die Schwarze Festung hinein, wo die Arachniden herrschen. Vorsichtig dringt er in die dicken Mauern ein und sieht eine Armee dieser Soldaten, die sich ruesten und in den Krieg ziehen. Eileb dingt tiefer in die Festung ein, folgt der Schwingung hinab in das Kellergewoelbe bis in den Kerker. Er sieht loderndes Feuer, gluehendes Eisen, ueberfuellte Kerkerzellen voller Verstuemmelter und hoert Schreie, qualvolle Schreie von gefolterten Atos und …
Archmides
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  Eileb keucht auf, konzentriert sich dennoch weiter auf diese eine Schwingung. Er kann dem Statiker von Aknom dort unten nicht helfen, er kann nur Informationen sammeln uber den Ort, wo er sich befindet. Hinab in die Tiefen folgt er der uralten Schwingung, bis er an ihre Quelle angelangt ist. In seinem Geist erschaudert er, als er diese eine grausame Stimme erkennt. Sie hallt durch jede Spalte, jeden Riss im Berg und dringt laut und deutlich zu Eilebs Bewusstsein durch.

  „Wie kann es geoeffnet worden sein? Das ist unmoeglich! Wie? Nein … NEIN! WO IST ES? WO??? Ich muss es haben! Findet es! Durchsucht jeden Winkel, pluendert jedes Haus, mordet, foltert, toetet, wenn es sein muss und FINDET ES!!“


  Eileb zieht seine Haende zurueck und stuerzt panisch davon. Die Armee des dunklen Reiches wird ueber das Land herein brechen und den Rest an Gutem zerstoeren, der von der Welle des Boesen nicht mitgerissen wurde. Er muss so schnell wie moeglich die Welt auf die Dunkelheit vorbereiten und das Wenige schuetzen, das ueberleben wird.

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   Eileb sieht die Erschuetterungen, die die Stadt zum Einstuerzen brachten, sieht Schutt und Truemmerreste, die die Menschen unter sich begruben. Er sieht Regen aus Steinen und Splitt, Rauch und Staub der die Luft schwer macht. Er spuert das Beben von tausenden Fueßen, die panisch durch die einstuerzenden Gaenge der Stadt rennen und in die Berge fluechten. Er spuert Suraja und die letzten Architekten, die alles verzweifelt zusammen halten, bis das Dunkle Reich eintrifft, damit so viele Leben wie moeglich gerettet werden koennen. Eileb sieht, wie sie das Portal in die tiefere Welt von Aknom versiegelt, Archimedes unter qualvollen Schmerzen zusammen bricht und die anderen Konstruktoere fluechten. Zu seinem entsetzen fuehlt der Inghros den tausendfachen leichten Schritt der Arachnoidenarmee, die ueber die offene Stadt herfaellt und endgueltig dem Erdboden gleich macht.     Der einstige Glanz der gesamten SpielWelt zerstoert und vernichtet. Eileb wird von dem Schmerz ueber das Ende der wichtigsten Stadt dieser Welt fuer die Hoffnung der Traeume schier zerrissen. Stumm schreit er seinen Schmerz aus seiner Seele in die Dunkelheit hinaus. Ein hilfloser Schrei, den nur jene vernehmen koennen, die noch auf der Seite des Lichts stehen. Traenen rinnen aus seinen Augenwinkeln, seine Haende am Fels zittern und er schluchzt. Dennoch goennt Eileb sich keine Pause und folgt den Schwingungen in der SpielWelt weiter. Folgt ihnen hinab in die Reichsmitte von Samrat Tenemore`s Herrschaftsgebiet. Eileb verharrt wenige Kajim`s im Erdreich und sammelte sich, ehe er auch hier dem staerksten Beben folgt. In der Hochebene, nahe der Hauptstadt Obsidijar, nimmt er das Einstuerzen unzaehliger Haeuser wahr. Auch hier schnelle Schritte tausender Menschen, die fluechten. Eileb verweilt kurz, folgt den Beben weiter durch die Hochebene und wird Zeuge von einer Vielzahl zerstoerten Leben in den Staedten.     Sein Geist schweift zurueck in den Norden hinauf, weiter noerdlich von Aknom zum Sama Argus Vid, zu den Lichtminen. Er verlangsamt seine Suche und dringt zoegerlich in die Tunnel der Minen vor. Er muss hier aeusserst vorsichtig sein, denn in den Lichtminen sind viele Inghros, die sich Tenemore unterworfen haben. Unten ihnen auch jene, die geistige Praesenzen fuehlen koennen. Auch hier muss Eileb schweren Herzens erkennen, dass unzaehlige Tunnel zusammengebrochen sind und zahlreiche Kinder unter sich begraben haben. Es schmerzt ihn, die vielen negativen Energien der Toten zu fuehlen. Umso mehr, weil es fuer Samrat Tenemore Vieh ist, das er jetzt nicht mehr fuettern muss und mit neuen gefangenen Kindern der Ato`s ersetzten wird. Er spuert schwaches Pulsierend lebender Kinder, die sehr bald sterben werden. Sie schreien, ersticken und winden sich vor Schmerzen ueber abgetrennte oder zerquetschte Gliedmaßen. So sehr er es sich wuenscht, er kann ihnen nicht mehr helfen, er kann nur ihre Qualen lindern.      In der dunklen Nische am Sama Amon erstrahlt es ploetzlich in einem gleißenden Licht. Eileb sitzt mit geoeffneten Augen dort und erhellt seine Umgebung, waehrend sein Geist noch im Sama Argus Vid ist. Die schreienden und sterbenden Kinder in den Minen sind von dem Licht seines Geistes umhuellt. Im ersten Moment seiner Beruehrung wissen sie nicht, was ihnen geschieht. Sie spueren, dass aller Schmerz augenblicklich verstummt. Ruhe und tiefer Frieden kehrt unter ihnen ein, sie fuehlen sich leicht, als ob sie sich von ihrem Koerper loesen und in ein viel groeßeres gleißendes Licht eintauchen wuerden. Und waehrend sie lichter und freier im Geist werden, sterben sie alle, nach und nach. Eileb bleibt bei jedem einzelnen Kind, nimmt ihnen den Schmerz und spendet Trost, bis ihr Semua beginnt zu verblassen. Er ist weit weg von seinem Koerper und nimmt nicht mal den frischen, stark blutenden Striemen ueber seinen Herzen wahr, denn er leidet fuer alle, denen er hier beisteht. Er wird in wenigen Augenblicken zu einer weiteren, zeichnenden Narbe verblassen, die seinen Koerper ziert. Eine haessliche Entstellung fuer andere, ein Zeichen seines Trosts und seiner Guete fuer ihn selbst. Traurig verweilt er noch ein paar Herzschlaege bis alle Kinder ins Licht gegangen sind, als er sich selbst vor Schmerzen kruemmt. Keuchend wirft er einen Blick auf den Inghros, der auch gedanklich in den Lichtminen aufgetaucht ist und ihn entdeckt hat: Ingra.    Eileb trennt sofort die Verbindung und kehrt augenblicklich in seinen Koerper zurueck. Seine geistige Schwingung zum Sama Argus Vid unterdrueckt er mit Hilfe von Laisviej, das er in den aeusseren Schichten des Argus Vid versiegelt. So kann sie ihm mit ihrem Geist nicht folgen. Er weiß nicht, ob Ingra entdeckt hat, wo sein Koerper sich befindet, da er nicht unterscheiden kann, ob sie seinem Koerper die Schmerzen durch ihr Bewusstsein zugefuehrt hat oder seinem Geist. Er weiß, er muss schnellstmoeglich hier weg. Weg vom Sama Amon, weg von der Armee und vor allem weg von Ingra – Samrat Tenemore gefaerlichstem Inghros. Eileb zittert kraftlos, was zum Teil seine Bewusstseinsreise verursacht. Er leidet ueber die Zerstoerungen in der SpielWelt und hofft, dass irgendwo ein Teil in der SpielWelt verschont geblieben ist. Innerlich zerrissen faellt er eine Entscheidung, muss es einfach wissen. Eileb atmet mehrmals Mal tief durch, schuettelt seine Haende und reibt sich die Schlaefen. Er schließt seine Augen und legt seine Haende an den Fels zurueck. Wenige Augenblicke orientiert er sich neu, dann huscht ein Laecheln ueber seine Gesicht. Den kleinen Kerl hat er hier nun gar nicht vermutet. Ondit ist ihm lange nicht begegnet und den kleinen Ghalos hier zu sehen erstaunt und erfreut ihn gleichermaßen. Eileb erkennt, dass Ondit nicht allein ist. Die fremde Praesenz, die er bereits in seiner Hoehle wahr genommen und durch das Laisviej gesehen hat, ist auch hier. Er verweilt gedanklich einen Moment bei Ondit und beobachtet, wie der kleine Hamster diese Praesenz auf sich aufmerksam macht.     Seine Knopfaugen fixieren einen Punkt irgendwo in der Luft. Dann winkt er mit der kleinen Pfote, rollt sich in seinem Lijwhan zu einer rosafarbenen Kugel zusammen und saust davon. Wen oder was auch immer der kleine Kerl gesehen hat, es waere besser, ihm zu folgen …
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